Kreuzkirche Mühlhausen

Die evangelische Kreuzkirche in Mühlhausen ist die größte der drei Kirchen unserer Pfarrgemeinde und somit auch unsere Hauptkirche. An jedem ersten und dritten Sonntag des Monats feiern wir hier unsere Sonntagsgottesdienste. Mit etwa 300 Sitzplätzen werden hier vor allem auch die stark besuchten Gottesdienste wie an Heilig Abend, Ostern und Erntedank abgehalten. An jedem ersten Sonntag im Monat findet im Anschluss an den Gottesdienst ein Kirchencafé im Eingangsbereich der Kirche statt. Hier befindet sich auch die Kinderecke, in die sich Eltern mit ihren kleineren Kindern bei Bedarf während des Gottesdienstes zurückziehen können.

An jedem Samstag und Sonntag sowie täglich zwischen Ostern und Anfang Oktober ist die Kirche von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. In dieser Zeit kann man die Kirche besichtigen oder für ein stilles Gebet nutzen, wofür man seine Anliegen auch in ein Gebetsbuch eintragen kann.

Auch für kirchenmusikalische Veranstaltungen ist die Kreuzkirche bestens geeignet. Sie wird von Kennern für ihre Akustik geschätzt. Die Kreuzkirche ist die einzige unserer drei Kirchen, die über eine Lautsprecheranlage und eine Induktionsschleife für Hörgeräteträger verfügt. Vom hinteren Eingang her ist die Kirche ebenerdig zu erreichen und bietet so auch einen Rollstuhlgerechten Zugang.

Geschichte der Kreuzkirche

Erbaut wurde die Kirche 1829/30 in nur 21 Monaten nach Plänen des späteren Badischen Hofbaumeisters Heinrich Hübsch aus Karlsruhe. Die Kirche entstand auf Bestreben des Freiherrn Julius von Gemmingen, der 1823 mit einem Großteil seiner Familie sowie 220 Menschen von der katholischen zur evangelischen Kirche übergetreten war.

Architekturgeschichtlich spiegelt die Kreuzkirche den Übergang zwischen Klassizismus und Historismus wieder. Sie wurde als Quaderbau aus rotem Sandstein mit breiten Mauerstreifen und je vier Rundbogenfenstern auf jeder Seite ausgeführt. Das Portal der Kirche erreicht man über eine große Treppe. Oberhalb des Portals befinden sich zwei große Rundbogenfenster, über denen ein Spruch in den Stein gemeißelt wurde: „Durch christliche Liebe erbaut 1829/30.“ Dieser Spruch erinnert an die Ermöglichung dieses Baus durch Spendengelder aus ganz Deutschland. Den Turm, in dem sich drei Glocken befinden, ziert ein Pyramidenhelm.

Der Innenraum wird durch einen großen Torbogen an der Stirnseite des Kirchenraums dominiert. Vor diesem Bogen steht der Altar über dem sich die Kanzel befindet. Oberhalb der Kanzel befindet sich ein Stuckrelief des Karlsruher Bildhauers Aloys Raufer. Es zeigt die vier Evangelisten mit ihren jeweiligen Symbolfiguren. Das Altarkreuz ist ein Geschenk des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. aus dem Jahr 1829. Links von der Kanzel hängt ein Bild der Opferung Isaaks. Empore und Orgel stammen aus dem Jahre 1890. Ein Besuch des alten Friedhofs neben der Kirche lohnt sich. Er ist einer der wenigen noch erhaltenen konfessionellen Friedhöfe in Baden.