Alles auf Anfang - Sprüche 8, 23.29-31

Erinnern wir uns an den Anfang. Ganz am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Zuerst war die Erde wüst und leer und finster. Dann kam Gottes Geist, schwebte über den Wassern, wie es heißt, und es wurde Licht. Und nach und nach wurde es immer heller und geordneter und lebendiger. Licht, Wasser, Pflanzen, Tiere. Und am Ende, Krone der Schöpfung, der Mensch. Geschaffen als Mann und Frau, Ebenbild Gottes. "Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut." So kennen wir die Geschichte aus dem ersten Buch Mose - eine der bekanntesten und umstrittensten Stellen der Bibel.

 

Und nun lesen wir hier von Sophia, von der Weisheit, wie sie im Alten Testament liebevoll geschildert wird. Als ständige Begleiterin während der Schöpfung hat sie sicherlich ihren Anteil daran, dass es alles sehr gut wurde was da so entstand. Spielerisch einfach hört es sich an, wie die Welt erschaffen wurde - und doch wissen wir, dass es ein langer und andauernder Prozess des Wandels war, der zu unserem hier und heute führte. In den letzten Jahrhunderten hat der Mensch die Regeln hinter den Naturgesetzen immer weiter ausgelotet, findet immer neue und tiefere Erkenntnisse, optimiert Ausbeute und maximiert Gewinne. Und in unserer oberflächlichen Bequemlichkeit nehmen wir die Angebote dankend an.

Und doch müssen wir einsehen, dass nicht alles, was sich entwickelt immer gut ist. Die Art und Weise, wie wir derzeit mit den Ressourcen unserer Erde umgehen ist sicherlich nicht immer die Klügste, die Weiseste. Und Sophia lässt uns auch im weiteren Verlauf der Bibelstelle wissen "Wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen vom Herrn. Wer aber mich verfehlt, zerstört sein Leben; alle, die mich hassen, lieben den Tod." Eine gerade im Zusammenspiel mit der Schöpfungsgeschichte klare Ansage.

 

Hieraus ergeben sich vielfache Fragen, die uns Impuls sein können alte Traditionen zu überdenken, vielleicht sogar solche Traditionen zu wieder aufblühen zu lassen oder mit ihnen zu brechen, neue Wege zu entwickeln und gemeinsam zu gehen. Hierzu möchten wir bei der Begleitung der Aktion "Spielraum - Sieben Wochen ohne Blockaden" einladen.

Impulsfragen:

  • Was hält mich auf mich für den Erhalt der Schöpfung einzusetzen?
  • Wann ist eine Entscheidung oder ein Mensch für mich weise?
  • Wo sehe ich Spielraum um meine Umwelt, meine Beziehungen positiv zu beeinflussen?

Und für die Antworten bitte ich dem Gelassenheitsgebet zu folge:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Kalenderblatt der diesjährigen Aktion "7 Wochen ohne"