Feier der Osternacht - 04. April 2021 (05:30 Uhr)

Wir feiern in dieser Nacht verbunden mit der weltweiten Christenheit die Osternacht - jeder bei sich daheim und doch im Geist miteinander verbunden. Ihr könnt diesen Gottesdienst entweder anhören oder die Texte selber lesen oder aber beides parallel.

Ihr könnt diese Osternacht damit beginnen, dass Ihr die Dunkelheit und die Stille um Euch herum wahrnehmt. Bevor Ihr dann auf die Lesungen und Gebete hört, könnt Ihr eine Kerze entzünden und das Licht Christi ganz bewusst in diese Dunkelheit hinein scheinen lassen.

Wir wünschen Euch eine gesegnete Osternacht.

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

Die Texte und Lieder der Osternacht zum Anhören:

Die Texte der Osternacht zum Mitlesen:

I. Lichtfeier

Votum

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes - Amen

Anrede:

Liebe Schwestern und Brüder, In dieser Osternacht, in der Jesus Christus hindurch gedrungen ist vom Tod zum Leben, lädt die Kirche in aller Welt die Glaubenden ein, sich im Wachen und Beten zu vereinen. Wir versammeln uns um das Licht, das durch die Auferstehung Christi unsere Welt des Todes hell gemacht hat. Wir begehen das österliche Geheimnis, indem wir hören, wie es sich im Wort des Alten Bundes ankündigt und im Osterevangelium offenbart. Wir gedenken unserer Taufe und bekennen unseren Glauben. 

Gebet:

Lasst uns beten: Herr Jesus Christus, du bist das Licht, das nicht vergeht, ein Glanz, der alles Dunkle vertreibt. Gib dass unsere Herzen in dieser heiligen Nacht vom Glanz deiner Herrlichkeit erfüllt werden und unser ganzes Leben in der Kraft deiner Auferstehung hell und fröhlich werde. Vollende diese Osterfeier im Schein des kommenden Tages, an dem wir dich schauen in deinem Licht, der du in der Einheit mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst in Ewigkeit. Amen 

Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Er ist das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet. Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

II. Lesungsteil

In dieser Nacht, in der Gott die neue Schöpfung heraufführt durch die Auferstehung seines Sohnes, hören wir, wie Gott die Welt erschuf, wie er das Licht aus der Finsternis hervortreten ließ und er den Menschen zu seinem Bilde ins Leben rief. 

1. Lesung aus 1. Mose 1,1-5:

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Die Erde aber war wüst und leer, Finsternis lag über dem Urmeer; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. So ward Abend; so ward Morgen: der erste Tag.

Gebet:

Du hast die Finsternis hell gemacht Und alles Leben in der Welt aufblühen lassen. Du hast uns Menschen geschaffen und uns die Erde zu treuen Händen übergeben. Wir bitten dich, Gott: Gib uns offene Augen Und ein waches Gewissen für deine Schöpfung. Lass unsere Herzen hell werden von dem Licht, das Jesus in die Welt gebracht hat. Ihm sei Ehre in Ewigkeit. Amen.

Lied: EG 410,1 Christus das Licht der Welt:

1) Christus, das Licht der Welt. / Welch ein Grund zur Freude! / In unser Dunkel kam er als ein Bruder. / Wer ihm begegnet, der sieht auch den Vater. / Ehre sei Gott, dem Herrn!

Hört, wie Gott sein bedrängtes Volk wunderbar durch die Fluten des Meeres zur Freiheit geführt und uns ein Vorbild gegeben hat für unsere Errettung im Wasser der Taufe:

2. Lesung aus 2. Mose 14,5-30

Als es dem König von Ägypten angesagt wurde, dass das Volk geflohen war, wurde sein Herz verwandelt, dass er den Israeliten nachjagte. Aber die Israeliten waren unter der Macht einer starken Hand ausgezogen. Und die Ägypter jagten ihnen nach mit Rossen, Wagen und ihren Männern und mit dem ganzen Heer des Pharao und holten sie ein, als sie sich gelagert hatten am Meer. Als der Pharao nahe herankam, hoben die Israeliten ihre Augen auf, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her. Und sie fürchteten sich sehr und schrien zu dem HERRN und sprachen zu Mose: Waren nicht Gräber in Ägypten, daß du uns wegführen mußtest, damit wir in der Wüste sterben? Da sprach Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht, stehet fest und sehet zu, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird. Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein. Als nun Mose seine Hand über das Meer reckte, ließ es der HERR zurückweichen durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken, und die Wasser teilten sich. Und die Israeliten gingen hinein mitten ins Meer auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. Und die Ägypter folgten und zogen hinein ihnen nach, alle Rosse des Pharao, seine Wagen und Männer, mitten ins Meer. Da reckte Mose seine Hand aus über das Meer, und das Meer kam gegen Morgen wieder in sein Bett, und die Ägypter flohen ihm entgegen. So stürzte der HERR sie mitten ins Meer. Und das Wasser kam wieder und bedeckte Wagen und Männer, das ganze Heer des Pharao, das ihnen nachgefolgt war ins Meer, so daß nicht einer von ihnen übrigblieb. So errettete der HERR an jenem Tage Israel aus der Ägypter Hand

Gebet:

Gewaltig sind deine Wunder, großer Gott. Einst hast du Israel aus der Knechtschaft des Pharao befreit und durch die Fluten des Roten Meeres geführt. Heute willst du alle Völker durch das Wasser der Taufe zum Heil führen. Wir bitten dich: Gib allen Menschen Anteil an der Würde deines Volkes, das du in Abraham erwählt und gesegnet hast. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Ihm sei Ehre in Ewigkeit. Amen

Lied: EG 410,2 Christus, das Heil der Welt:

2) Christus, das Heil der Welt. / Welch ein Grund zur Freude! / Weil er uns lieb hat, / lieben wir einander. / Er schenkt Gemeinschaft / zwischen Gott und Menschen. / Ehre sei Gott, dem Herrn!

3. Lesung aus Johannes 1,1-5.14:

Im Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Was jemals entstand, wurde durch das Wort, das Gott sprach. Was jemals entstand, wurde durch seine lebendige Kraft. Sein Leben war das Licht, das uns Menschen beachtet. Das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis konnte es nicht löschen Und das Wort wurde ein Mensch und wohnte unter uns. Wir sahen seine Herrlichkeit, die der Sohn hat vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Gebet:

Gott, unser Vater, dein Wort wurde Mensch und bekam ein Gesicht. Das Leben deines Sohnes wurde zum Licht der Welt. Wir bitten dich: Lass dieses Licht leuchten, jeden Tag unseres Lebens. Amen

Lied: EG 410,3 Christus, der Herr der Welt:

3) Christus, der Herr der Welt. / Welch ein Grund zur Freude! / Von uns verraten, / starb er ganz verlassen. / Doch er vergab uns, / und wir sind die Seinen. / Ehre sei Gott, dem Herrn! "

III. Taufgedenken

Lesung Römer 6,3-5+8:

Wisst ihr nicht, daß alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? / So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, / damit auch wir in einem neuen Leben wandeln / und wir wie Christus auferweckt werden von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters. Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein. / Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden.

Tauferinnerungsgebet:

Barmherziger Gott, dich loben und preisen wir für deine große Güte. Du hast uns gerufen, noch ehe wir von dir wussten. Du hast uns die Treue gehalten, als wir eigene Wege gingen. Du hast uns Kraft geschenkt, neue Schritte im Glauben zu tun. Wir bitten dich, erhalte uns in deiner Gnade, festige unsere Hoffnung, schenke uns deinen Frieden durch Jesus Christus, den Auferstandenen. Amen.

Lied: EG 200,1+2 Ich bin getauft auf deinen Namen:

1) Ich bin getauft auf deinen Namen, Gott Vater, Sohn und Heilger Geist; ich bin gezählt zu deinem Samen, zum Volk, das dir geheiligt heißt; Ich bin in Christus eingesenkt, ich bin mit seinem Geist beschenkt.

2) Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt; du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt; du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein.

Glaubensbekenntnis:

Lasst uns mit der Christenheit auf Erden unseren Glauben bekennen: 

“Ich glaube an Gott, den Vater...“

VI. Osterverkündigung

Lesung Matthäus 28, 1-8:

Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. Die Wachen aber erschraken aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot. Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, daß ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat; und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, daß er auferstanden ist von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen.

Lied EG 116,1.4-5 Er ist erstanden Halleluja:

1. Er ist erstanden, Halleluja! Freut euch und singet, Halleluja! Denn unser Heiland hat triumphiert, all' seine Feind' gefangen er führt.

Refrain:

Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod. Sünd' ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben. Halleluja!

4. Geht und verkündigt, dass Jesus lebt, darüber freu' sich alles, was lebt. Was Gott geboten, ist nun vollbracht: Christ hat das Leben wiedergebracht." - Refrain -

Vaterunser

Segen:

Wir bitten Gott um seinen Segen:

Der Gott des Lichtes, des Lebens und der Liebe, strahle leuchtend über uns.

Er lasse uns spüren das Feuer der Liebe und wärme unsere Herzen mit seiner Lebensglut, damit wir aus Erstarrungen erlöst werden.

Er sende uns Strahlen seines Lichtes, wenn wir im Dunkeln tappen. Er schenke uns neue Kraft, wenn wir mutlos und müde geworden sind.

Er mache unseren Glauben stark, unsere Hoffnung groß und unsere Liebe lebendig.

Das schenke uns der lebendige Gott, der Vater, Sohn und heilige Geist. - Amen

Lied: EG 99 Christ ist erstanden:

Christ ist erstanden von der Marter alle; des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.

Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit dass er erstanden ist, so lobn wir den Vater Jesu Christ'. Kyrieleis.

Halleluja, Halleluja, Halleluja! Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.